Vulkangefahren Einschätzen

Wo finden Reisende aktuelle Informationen zu Vulkanaktivitäten?

Die nächste Reise soll in ein Land gehen, in dem es Vulkane gibt. Möglicherweise sind diese Vulkane jedoch gerade aktiv. Nicht alle Urlauber haben Vulkane als Naturgefahr im Blick, wenn sie eine Reise planen. Ob es in der Nähe des Urlaubsziels Vulkanaktivitäten gibt, sollte jeweils aktuell in Erfahrung gebracht werden. Dafür haben wir als ESKP-Redaktion eine Linkliste der lokalen Vulkanüberwachungsdienste zusammengestellt, die aktuelle Vulkan-Informationen für ausgewählte Urlaubsländer und Regionen bereitstellt.

Text: Oliver Jorzik, Jana Kandarr, Pia Klinghammer, PD Dr. Dierk Spreen

Earth System Knowledge Platform | ESKP

Für Reisende und Urlauber bieten wir an dieser Stelle eine kommentierte Linksammlung. Mit ihr können sich Reisende über aktuelle Vulkanaktivitäten am geplanten Reiseziel informieren. Sofern diese von lokalen Überwachungsdiensten zur Verfügung gestellt werden, sind auch Links zu aktuellen Gefahrenkarten aufgeführt. Die aufgeführten Länder stellen eine Auswahl an möglichen Reisezielen mit Vulkanen dar. Nicht immer konnten wir seriöse Online-Informationsdienste auftun.

Für Reisende, deren touristische Ziele nicht in der aufgeführten Liste stehen, gibt es eine Alternative: Mit ihrem speziellen „Global Volcanism Program“ stellen das Smithsonian-Forschungsinstitut gemeinsam mit dem USGS, dem United States Geological Survey, weitestgehend aktuelle, weltweite Informationen zu Vulkanaktivitäten online zur Verfügung. Mittels einer interaktiven Karte und einer ausgeklügelten Filtersuche lassen sich alle Regionen der Welt ansteuern, um eine schnelle Übersicht zu erhalten. Die Vulkanberichte und Vulkan-Neuigkeiten gibt es in englischer Sprache.

Dies ist besonders für Reisen in Regionen sinnvoll, die über keine öffentlichen Warn-Websites verfügen oder in denen die örtlichen Informationen nur in der jeweiligen Landessprache verfügbar sind, die jedoch oft nicht von allen Besucherinnen und Besucher des Landes gesprochen werden. Aus diesem Grund kann sich ganz generell der Zugang zu Online-Übersetzungsdiensten als wertvoll erweisen. Inwieweit eine Landessprache wie z.B. Bahasa (Indonesien) übersetzt werden kann, sollte vorab geklärt werden.

Nun zur Linkliste. Für folgende Länder und Regionen haben wir hier Links zu aktuell gehaltenen Informationsdiensten zusammengestellt.

Europa: IslandItalien, Spanien & Kanarische Inseln

Amerika und Karibik: Chile, Costa Rica, Ecuador, Kolumbien, Karibik, Mexiko, USA & Hawaii

Asien und Ozeanien: Indonesien, Japan, Neuseeland, Philippinen

Afrika: Kenia & Tansania

Europa

Island

Island hat mehr als 30 aktive Vulkane. Zuletzt aktiv waren der Bardabunga (2014), der Vulkan Grimsvötn (2011), der Eyjafjallajökull (2010) sowie der Vulkan Hekla (2000). In jüngster Zeit aktiv ist der Vulkan Reykjanes. Der Ausbruch des Eyjafjallajökull zeigte den Einfluss, den Vulkane auf Mobilität und Reisen haben können. Damals wurde wegen der großen Aschewolke in weiten Teilen Europas der Flugverkehr eingestellt.

Informationen zu Vulkanaktivitäten

  • Eine gute Übersichtsseite über die Vulkane auf Island und den aktuellen Aktivitätsgrad der einzelnen Vulkane stellt die isländische Wetterbehörde zur Verfügung. Das Angebot ist in englischer Sprache verfügbar. Link zur Website
  • Häufig zeigen sich vor Vulkanausbrüchen erhöhte seismische Aktivitäten. Die isländische Wetterbehörde (Icelandic Met Office) hält daher ein spezielles Informationsangebot zu aktuellen Erdbebenaktivitäten unter Vulkanen bereit. Link zur Website

Italien

Das beliebte Reiseland Italien verfügt über zahlreiche vulkanische Gebiete, von denen einige wegen ihrer regelmäßigen Aktivitäten bekannt sind. Dazu zählen: Campi Flegrei (Phlegräische Felder) nahe Neapel, Vesuv, Stromboli, Ätna, sowie die Liparischen Inseln (auch Äolische Inseln) mit der Insel „Vulcano“.

Informationen zu Vulkanaktivitäten

  • Eine Echtzeitkarte über Vulkanaktivitäten bietet das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV): Link zur Website
  • Eine komplette Übersicht der aktuellen Vulkanaktivitäten für Italien stellt das Vulkanobservatorium am Ätna in tabellarischer Form und italienischer Sprache zur Verfügung. Link zur Website

 

Kanarische Inseln (Spanien)

Die Kanarischen Inseln sind sämtlich vulkanischen Ursprungs. Vulkanausbrüche wurden von Menschen auf dem Kanarischen Archipel für die letzten 500 Jahre dokumentiert. Die zuletzt aktiven Vulkane auf den Kanaren sind: der Timanfaya-Vulkan (Montañas del Fuego), der in den Jahren 1730 bis 1736 und dann wieder im Jahr 1824 ausbrach. Er veränderte das Aussehen der Insel Lanzarote völlig. Ein Viertel der Insel wurde unter Lava und Asche begraben. Der Vulkan Chinyero auf Teneriffa war zuletzt im Jahr 1909 aktiv. Der Ausbruch dauerte nur knapp 10 Tage. Auf La Palma gab es dann 1971 einen Ausbruch währenddessen der Vulkan Teneguía und dessen Lava eine Fläche von circa 2.845.000 m2 unter einer vier Meter dicken Schicht begrub. Die Lava erreichte das Meer und vergrößerte die Insel. Die letzte vulkanische Aktivität ereignete sich unter Wasser. Der Unterwasservulkan vor El Hierro brach im Juli 2011 aus. Der bekannteste Vulkan der Kanaren ist der Pico del Teide auf Teneriffa. Aber es gibt noch weitere Vulkane: die Vulkankette Cumbre Vieja auf La Palma, der Vulkan Tanganasoga auf El Hierro, der La-Gomera-Vulkan auf La Gomera und die Vulkanreihe Volcanes de Bayuyo auf Fuerteventura.

Informationen zu Vulkanaktivitäten

  • Das Instituto Geográfico Nacional (IGN) bietet aktuelle Informationen zu den Vulkanaktivitäten auf den Kanaren. Die Meldungen und Berichte sind in spanischer Sprache verfügbar, ein Teil des Informationsangebots wird auch ins Englische übersetzt: Link zur Website
  • Im Notfall sollte den Hinweisen des Zivilschutzes der Kanaren Folge geleistet werden: Link zur Website
  • Es gibt ein CanariWiki, welches drei Vulkane (Chinyero, Teneguía und den submarinen El Hierro-Vulkan) vorstellt und von der Regierung der Kanarischen Inseln bereitgestellt wird: Link zur Website
  • Die Association Volcanoes of the Canary Islands ist eine zivilgesellschaftliche Initiative, um die seismisch-vulkanische Aktivität auf den Kanaren zu überwachen. Zu Informationszwecken wurde ein eigenes Portal mit vielen Informationen und News zu Vulkanen und vulkanischen Aktivitäten erstellt. Am Ende jedes Artikels zur jeweiligen Kanarischen Insel findet sich eine Art Karte, die farblich die Warnstufen abbildet. Die Informationen sind in spanischer Sprache verfügbar: Link zur Website (Bsp. Teneriffa)

Amerika und Karibik

Chile

Das beliebte Reiseland Chile ist geprägt von einer Vielzahl an Vulkanen, von denen etliche Aktivitäten aufweisen. 92 Vulkane werden überwacht. Die 14 gefährlichsten Vulkane sind laut Ranking des geologischen Dienste in Chile (beginnend mit dem Gefährlichsten): Villarrica, Llaima, Calbuco, Nevados de Chillán, Puyehue-Cordón Caulle, Osorno, Mocho-Choshuenco, Antuco, Carrán-Los Venados, Cerro Azul-Quizapu, Chaitén, Lonquimay, Hudson und Láscar (Stand Juli 2020). Zunehmend sind ausländische Besucherinnen und Besucher Chiles daran interessiert, die Vulkane zu beobachten und zu besteigen. Wer das vorhat, sollte sich unbedingt über aktuelle Vulkanaktivitäten im Land informieren. Ähnlich wie die neuseeländischen Behörden bietet auch der chilenische geologische Dienst alle wichtigen Informationen und Karten übersichtlich auf einer einzigen Web-Adresse an. Ist die Warnstufe orange oder rot erreicht, dann gibt es tägliche Berichte zur Lage am jeweiligen Vulkan.

Informationen zu Vulkanaktivitäten

  • Der nationale geologische Dienst Chiles hat eine spezielle Website eingerichtet, die über aktuelle vulkanische Aktivitäten informiert und Warnsignale ausgibt. Die Reports zu aktiven Vulkanen in Chile sind in spanischer Sprache verfügbar. Link zur Website
  • Will man wissen, ob das eigene Reiseziel im Einflussbereich eines Vulkans liegt, sollte man für den jeweiligen Vulkan die Liste der nahe gelegenen Orte („Centros poblados o asentamientos más cercanos“) durchschauen. Hier als Beispiel für den Nevados do Chillán.

Costa Rica

Der zentralamerikanische Staat Costa Rica ist ebenfalls ein echter Vulkan-Hot-Spot. Die wichtigsten Vulkane in Costa Rica sind: Turrialba, Rincón, Poás. Weitere aktive Vulkane sind der Irazú und der Vulkan Arenal, einer der aktivsten Vulkane der Welt.

Informationen zu Vulkanaktivitäten

  • Die Universität Universidad Nacional de Costa Rica hat eine Website eingerichtet, die unter anderem über die Vulkane in Costa Rica informiert. Einer der Dienste zeigt den aktuellen Aktivitätsgrad wichtiger Vulkane im Land. Das dort angezeigte Aktivitätsniveau wird alle 14 Tage aktualisiert. Link zur Website
  • Darüber hinaus gibt es auch Echtzeit-Bilder, die alle 10 Sekunden erneuert werden und zwar von folgenden Vulkanen: Turrialba, Rincón, Poás. Link zur Website

Ecuador

Ecuador verfügt über mehr als 50 Vulkane, rund 20 davon gelten als aktiv. Bekannte Vulkane im Land sind der (inaktive) Chimborazo, der Reventador oder der Sangay. Übersichtlich auf einer Website sind für die Vulkane Reventador, Cotopaxi, Sierra Negra (auf den Galapagos-Inseln), Tungurahua, Chiles-Cerro Negro und Sangay die jeweiligen Aktivitätsniveaus (Warnstufen) zu finden. Auch alle anderen Vulkane sind in einer interaktiven Karte mit ihren jeweiligen Aktivitätsniveaus aufgeführt. Es gibt hier auch einen Steckbrief (Bsp. Chimborazu) zu jedem Vulkan.

Informationen zu Vulkanaktivitäten

  • Informationen zu aktuellen vulkanischen Aktivitäten liefert das Instituto Geofísico (IG), das in der Hauptstadt Quito beheimatet ist: Link zur Website

Karibik

Viele der karibischen Inseln entlang des Antillenbogens sind vulkanischen Ursprungs. Ihre besondere Gefährlichkeit zeigte sich im Jahr 1995 beim Ausbruch der Schichtvulkans Soufrière Hills auf der Insel Montserrat. Der Ausbruch verwüstete weite Teile der Insel sowie die Hauptstadt Plymouth. Anbei eine Übersicht mit ausgewählten Vulkanen in der Karibik: Dos Hermanos, San Juan und Valle Nuevo (Dominikanische Republik), Morne la Vigie und Thomazeau (Haiti), Kick 'em Jenny und Mount St. Catherine (Grenada), Axial Chain, Morne aux Diables, Morne Diablotins und Morne Garu (St. Vincents and the Grenadines), Soufrière Hills (Montserrat), Soufrière St. Vincent (St. Vincent), Montagne Pelée (Martinique), Soufrière Guadeloupe (Guadeloupe), The Quill (St. Eustatius), Nevis Peak (Nevis), Mount Liamuiga (St. Kitts), Mount Scenery (Saba).

Informationen zu Vulkanaktivitäten

  • Die University of the West Indies mit Sitz in Jamaika betreibt ein Monitoringprogramm für die östliche Karibik mit einer Übersicht über Vulkanaktivitäten: Link zur Website
  • Das Montserrat Volcany Observatory veröffentlicht aktuelle Informationen zum Vulkan Soufrière Hills: Link zur Website

 

Kolumbien

Nach Angaben des Dienstes Volcano Discovery gibt es aktuell in Kolumbien 15 Vulkane, die als aktiv gelten. Bekannte Vulkane des Landes sind der Cumbal, der Galera oder der Nevado del Huila.

Informationen zu Vulkanaktivitäten

Informationen zum Vulkangeschehen liefert der Servicio Geológico Colombiano, der kolumbianische geologische Dienst mit aktuellen Meldungen und einer interaktiven Karte: Link zur Website

Mexiko

Die Webseite von Mexikos „Centro Nacional de Prevención de Desastres“, kurz CENAPRED, bietet keine ständig aktualisierten Gefahrenkarten oder Videos. Es gibt zwar täglich Berichte, die sich allerdings nicht systematisch auf einen Vulkan beziehen. Die Berichte erscheinen in spanischer Sprache. Folgende Vulkane werden überwacht: Fuego de Colima, Popocatépetl, El Chichón, Tacaná. Es ist ratsam, sich vor Ort direkt zu informieren sowie die Webseiten des oben beschriebenen Global Volcanism Program von Smithsonian und USGS zu konsultieren. Sie bieten einen Überblick auch zu anderen Vulkanen des Landes.

Informationen zu Vulkanaktivitäten

  • Der berühmte Vulkan Popocatépetl findet sich rund 90 km südöstlich der Hauptstadt Mexico City. CENAPRED liefert jeden Tag einen Bericht mit einem Bild: Link zur Website. Zudem gibt es ein Ampelsystem mit den verschiedenen Warnstufen. Link zur Website.
  • Das Monitoring-Zentrum der Universität UNICACH liefert Warn-Informationen zum Vulkan Tacaná. Die Alarmstufe ist auf der Webseite rechts im Bild farblich gekennzeichnet: Link zur Website
  • UNICACH beobachtet ebenfalls den Vulkan El Chichón und macht mit dem beschriebenen Warnsystem Angaben zum Aktivitätsgrad. Link zur Website
  • Der Vulkan Fuego de Colima ist laut CENAPRED der aktivste Vulkan Mexikos. Die Nachrichtenagentur AF medios liefert wöchentliche Berichte zum Fuego de Colima. Es gibt eine Risikokarte, jedoch ohne Datum. Dadurch ist nicht ersichtlich, wie aktuell diese ist. Link zur Website

USA

Die Vereinigten Staat sind geprägt von Vulkanen. Nach Angaben von US-amerikanischen Geowissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern gibt es aktuell 169 Vulkane, die als aktiv zu bezeichnen sind.

Viele Vulkane die wegen ihres Aktivitätsgrades oder ihrer Nähe zu dichter besiedelten Gegenden als besonders gefährlich gelten, liegen im Westen und Nordwesten der USA. Dazu zählen: Redoubt Volcano (Alaska), Mount Okmok (Alaska), Augustine Volcano (Alaska), Mount Spurr (Alaska), Makushin Volcano (Alaska), Akutan Island (Alaska), Long Valley Caldera (Kalifornien), Mount Shasta (California), Crater Lake (Oregon), Newberry Volcano (Oregon), Three Sisters (Oregon), Mount Hood (Oregon), Glacier Peak (Washington), Mount Baker (Washington), Mount Rainer (Washington), Mount St. Helens (Washington), Yellowstone (Wyoming).

Neben den aufgeführten Vulkanen in den US-Bundesstaaten Alaska, Washington, Oregon, Wyoming und Kalifornien gibt es noch viele weitere Vulkane in den Bundesstaaten Utah, Nevada, Idaho, New Mexico, Colorado und Arizona.

Ein weiteres Zentrum des Vulkanismus in den USA ist Hawaii mit den Vulkanen Kilauea, Mauna Loa, Hualalai, Mauna Kea, Loihi und Haleakala. Darüber hinaus gibt es im Pazifik mit den Nördlichen Mariannen, Guam und Amerikanisch-Samoa offizielle Außengebiete der USA, in denen weitere Vulkane beheimatet sind.

Informationen zu Vulkanaktivitäten

Asien und Ozeanien

Indonesien

Auch Indonesien liegt am berühmten Pazifischen Feuerring und ist geprägt von zahlreichen Vulkanen, die regelmäßig eine hohe Aktivität zeigen wie die Vulkane Rinjani auf Lombock oder Anak Krakatau auf Sumatra.

Informationen zu Vulkanaktivitäten

  • Wie auch bei Reisen nach Japan, ist besonders für Indonesien empfehlenswert, sich vor Reiseantritt über vulkanische Aktivitäten in der Nähe des eigenen Reiseziels zu informieren.
  • Die Webseite MAGMA zeigt auf einer interaktiven Karte eine Übersicht der Vulkane Indonesiens mit dem jeweiligen Status: Link zur Website
  • Die VONA-Website (Volcano Observatory Notice for Aviation) ist zwar für Piloten angelegt, die über vulkanische Aktivitäten informiert werden müssen. Sie kann aber von allen Interessierten genutzt werden. Vorteil: Die Informationen zu vulkanischen Aktivitäten in Indonesien sind top-aktuell in englischer Sprache verfügbar: Link zur Website

Japan

Da Japan an einer sehr aktiven Subduktionszone liegt, finden sich – auch aktive – Vulkane in fast allen Regionen und auf den Hauptinseln Hokkaidō mit Vulkanen wie Usu und Asahi-dake, der Hauptinsel Honshū mit dem berühmten Fuji sowie die Hauptinsel Kyūshū mit den Vulkanen Aso und Sakurajima.

Informationen zu Vulkanaktivitäten

  • Es empfiehlt sich vor dem Antritt einer Reise nach Japan, Informationen über aktuelle Vulkanaktivitäten in der Nähe des Reiseziels einzuholen.
  • Die Webseite der japanischen meteorologischen Behörde hält für alle Gebiete eine interaktive Karte mit den neuesten Informationen zu Vulkanaktivitäten bereit: Link zur Website
  • Die übersichtliche interaktive Karte und die dazugehörigen Informationen sind in englischer Sprache verfügbar.

Neuseeland

Auch Neuseeland ist ein Land mit zahlreichen Vulkanen. Wichtige Vulkane bzw. Vulkanfelder sind auf Neuseeland: Ruapehu, Whakaari/ White Island, Auckland Volcanic Field, Kermadec Islands, Mayor Island, Ngauruhoe, Northland, Okataina, Rotorua, Taranaki, Taupo sowie Tongariro.

Informationen zu Vulkanaktivitäten

  • Neuseeland hat für alle Vulkane eine zentrale Anlaufstelle im Internet eingerichtet, die einfach verständlich, übersichtlich und aktuell ist.
  • Wie aktiv sind die neuseeländischen Vulkane im Moment? Alle Informationen sind hier übersichtlich zusammengefasst: Link zur Website
  • Es gibt fünf Warnstufen. Diese Warnstufen werden hier erläutert: Link zur Website
  • Auch bietet der Informationsdienst Videos zu jedem einzelnen der oben genannten Vulkane: Link zur Website

Philippinen

Genau wie Japan und Indonesien, liegen auch die Philippinen am Pazifischen Feuerring. Dementsprechend gefährlich und aktiv sind etliche Vulkane im Inselstaat. Dies betrifft die Zentral-Philippinen, aber auch die großen Inseln Luzon und Mindanao. Bekannte Vulkane sind der Taal, der Pinatubo, der Bulusan oder der Mayon.

Informationen zu Vulkanaktivitäten

  • Auch auf den Philippinen ist es empfehlenswert, sich vor Reiseantritt über vulkanische Aktivitäten in der Nähe des Reiseziels zu informieren.
  • PHIVOLCS, das philippinische Institut für Vulkane und Seismologie, betreibt eine Website in englischer Sprache. Sie fasst anlassbezogen den aktuellen Zustand der Vulkanereignisse im Land in speziellen Bulletins zusammen: Link zur Website

Afrika

Kenia und Tansania

In Tansania gibt es nach Angaben des Dienstes Volcano Discovery mehr als 20 Vulkane. Die bekanntesten sind der Kilimanjaro und der Ol Doinyo Lengai. In Kenia werden sogar mehr als 30 Vulkane und Vulkanfelder gezählt.

Informationen zu Vulkanaktivitäten

  • Aktuelle Informationen zu den Vulkanen in Kenia und Tansania sind über das Informationsangebot von Smithsonian und USGS erhältlich. Die dortige Ländersuche ermöglicht einen schnellen Zugriff auf die Vulkane vor Ort: Link zur Website


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Eintrag in die ELEFAND-Liste des Auswärtigen Amtes

Wie immer gilt für Reisen in Risikogebiete die Empfehlung des Auswärtigen Amtes für deutsche Staatsangehörige, sich für Dauer des Auslandsaufenthalts über das Internet in die sogenannte Krisenvorsorgeliste (ELEFAND: „Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland“) eintragen zu lassen. Die Liste hilft den deutschen Auslandsvertretungen die in ihrem Amtsbezirk ansässigen Deutschen und ihre Familienangehörigen im Notfall schnell erreichen können. Zur vertiefenden Lektüre empfehlen wir auch den ESKP-Beitrag „Urlaub in Hochrisikogebieten“ (Jorzik, 2019).

Referenzen

  • Jorzik, O. (2019, 31. Juli). Urlaub in Hochrisikogebieten. Earth System Knowledge Platform [www.eskp.de], 6. doi:10.2312/eskp.022

DOI
https://doi.org/10.2312/eskp.2020.2.2.2

Zitiervorschlag: ESKP-Redaktion. (2020). Wo gibt es aktuelle Informationen zu vulkanischen Aktivitäten in Reiseländern? In O. Jorzik, J. Kandarr, P. Klinghammer & D. Spreen (Hrsg.), ESKP-Themenspezial Vulkanismus und Gesellschaft. Zwischen Risiko, Vorsorge und Faszination. Potsdam: Helmholtz-Zentrum Potsdam, Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ. doi:10.2312/eskp.2020.2.2.2

Bitte beachten Sie: Die Empfehlungen sind nach bestem Wissen entwickelt worden. Dennoch kann das Helmholtz-Zentrum Potsdam, Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ nicht verantwortlich gemacht werden und keinerlei Haftung für Schäden übernehmen, die durch die Beachtung dieser Hinweise entstehen.